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Begegnung aller Generationen

Jetzt kommt Bewegung rein…

Interview mit Stifter Dietmar Hopp

Stifter Dietmar Hopp

Die Dietmar Hopp Stiftung spendete 19 alla hopp!-Anlagen für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar.  


Herr Hopp, wofür steht „alla hopp!“?

Dietmar Hopp: Die Idee der Aktion alla hopp! war und ist, möglichst viele Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar für Bewegung und ein aktives Leben zu begeistern. Meine Stiftung hat 19 generations-übergreifende Bewegungs- und Begegnungsanlagen gespendet und in der Ausschreibung die Städte und Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar eingeladen, sich darum zu bewerben. Die Anlagen eignen sich fitness- und altersunabhängig für alle Menschen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien, Senioren und Sportler. Eine alla hopp!-Anlage verbindet die Generationen durch Freude an der Bewegung und besteht aus vier Modulen.

 

Was sind das für Module?

Dietmar Hopp: Das erste Modul ist ein Bewegungsparcours und richtet sich an Menschen jeden Alters und Fitnessgrads. Hier wird in verschiedenen Stationen in einer Art Zirkeltraining der gesamte Bewegungsapparat trainiert. Das zweite Modul ist ein Spielplatz für kleinere Kinder. Hierzu gehört auch ein Pavillon, damit der Kinderspielplatz unabhängig vom Wetter genutzt werden kann. Der Pavillon bietet auch Sitzmöglichkeiten und Sanitäranlagen. Drittes Modul ist ein naturnaher Spiel- und Bewegungsplatz für Schulkinder, der jeweils in Planungswerkstätten gemeinsam mit Kindern erarbeitet worden ist. Und wo es eine ausreichend große Fläche gab, haben wir als viertes Modul einen Bewegungsplatz für jugendliche Sportler errichten lassen – zum Beispiel für Inliner, Skater oder Biker.

 

Wie hoch waren bzw. sind die Kosten für „alla hopp!“?

Dietmar Hopp: Die Anlagen sind für Nutzer jederzeit kostenfrei. Alle können sich jederzeit nach Lust und Laune bewegen, fit halten und erholen. Meine Stiftung hat für die Durchführung der Aktion von der Planung über die Umsetzung bis zur Finalisierung rund 45 Millionen Euro in die Hand genommen. Für die Instandhaltung der Anlagen sorgen die Kommunen.

 

Wie haben Sie sichergestellt, dass die Geräte auf den Anlagen auch wirklich gesund sind?

Dietmar Hopp: Bei der Konzeption haben wir mit Experten aus verschiedensten Bereichen zusammengearbeitet. In jeder Anlage gibt es zur Benutzung des Bewegungsparcours Hinweisschilder, die die Nutzungsmöglichkeiten für Anfänger und Fortgeschrittene leicht verständlich erklären.

 

alla hopp! soll zur Bewegung begeistern – warum nennen Sie die Bewegungsanlagen auch Begegnungsräume?

Dietmar Hopp: Bewegung in der Gemeinschaft macht mehr Spaß. Neben der Bewegung wollen wir die Begegnung der Generationen und die Freude an gemeinsamer sportlicher Betätigung fördern. Meine Stiftung fördert seit vielen Jahren den Jugendsport in Vereinen der Region – mit dieser Aktion möchten wir auch die Menschen erreichen, die nicht in Vereinen organisiert sind.

 

Was wurde getan, um die Anlagen attraktiv zu gestalten?

Dietmar Hopp: Dafür sprechen die Eigenschaften der Anlagen selbst: Sie sind wohnortnah, verkehrsgünstig gelegen, über die gesamte Region verteilt, bieten teilweise eine wetterunabhängige Nutzung und vieles mehr. Zum anderen ist alla hopp! ein ganzheitliches Konzept für einen breiten Nutzerkreis. Dabei wurde zum Beispiel in Beteiligungsprozessen mit der Bevölkerung auch an die Einbindung in das soziale Leben der Kommune und an die Möglichkeit zur Mitgestaltung gedacht, so dass keine Wünsche offengeblieben sein sollten.

 

Was haben die Kommunen von einer Bewegungs- und Begegnungsanlage?

Dietmar Hopp: Es ist bekannt, welche hohe Bedeutung Sport und Bewegung für die Gesundheit haben. Eine Kommune macht ihren Bürgern mit einer alla hopp!-Anlage ein attraktives Sport- und Spielangebot und schafft einen Treffpunkt mit Erholungswert für alle Generationen. Da einige der Anlagen in zuletzt vernachlässigten Gebieten entstanden sind, haben sie zudem das Stadtbild hier und da etwas aufgewertet.

 

Was ist aus Sicht der Dietmar Hopp Stiftung das Besondere an „alla hopp!“?

Dietmar Hopp: Es ist die bisher größte unserer Aktionen und sie schlägt eine Brücke zwischen allen vier Förderbereichen: Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Alle Menschen der Region können davon profitieren.

 

Warum sind es gerade 19 alla hopp!-Anlagen?

Dietmar Hopp: Beim Start der Aktion in 2013 bestand die Dietmar Hopp Stiftung seit 18 Jahren, daher waren zunächst 18 Anlagen geplant. Dann haben wir uns dazu entschieden, in Schwetzingen eine Pilotanlage zu bauen – so dass es am Ende eben 19 wurden.

 

Zum Schluss eine persönliche Frage: Sie sind ein engagierter Unternehmer, Sportförderer und Stifter. Sicher haben Sie viele Verpflichtungen – bleibt da Zeit für Sport?

Dietmar Hopp: Eine gute Frage. Jeden Tag verbringe ich viele Stunden am Schreibtisch, am Computer und in Besprechungen. Aber ich lasse es mir nicht nehmen, den einen oder anderen Tag auf dem Laufband zu beginnen. Und ich habe mir vorgenommen, mir mehr Zeit für meine Hobbys und für den Sport zu nehmen. Früher waren das Fußball und Tennis, heute ist es das Golfspielen.